Die Hotlist-Preisträger 2016

Debora Vogel: Die Geometrie des VerzichtsJames Leslie Mitchell: Szenen aus Schottlandhotlist_logo_2016

Der Preis der Hotlist 2016 geht an den Arco Verlag für „Die Geometrie des Verzichts“ von Debora Vogel (übersetzt von Anna Maja Misiak). Er ist mit 5000 Euro dotiert.

Zusätzlich vergaben wieder Buchhändlerinnen und Buchhändler im Rahmen der Hotlist den Melusine-Huss-Preis, der in diesem Jahr an den Guggolz Verlag für „Szenen aus Schottland“ von James Leslie Mitchell (übersetzt von Esther Kinsky) geht und mit einem Druckgutschein der Druckerei Theiss im Wert von 4000 Euro dotiert ist.

Aus der Jurybegründung für den Hauptpreis:

„Dem Arco Verlag sind zahlreiche Entdeckungen verschollener und verdrängter Literatur zu verdanken. Jetzt kommt die sorgfältig edierte Ausgabe des Gesamtwerks der auf Jiddisch schreibenden, 1942 im Lemberger Ghetto ermordeten Avantgarde-Dichterin Debora Vogel dazu. Gewürdigt wird sowohl der Arco Verlag, der diesen Fund zutage gefördert hat, als auch eine kompromisslose Avantgardistin, die mit Lyrik und Essays eine bedeutende Rolle in den Debatten der Zwischenkriegszeit einnahm.“

Der Arco Verlag – benannt nach dem Prager Café, in dem es „kafkate, brodelte, werfelte und kischte“, und mit Ernst Barlachs „Buchleser“ als Markenzeichen – wurde 2002 in Wuppertal gegründet und wirkt seit 2009 auch von Wien aus. Seine Bücher bilden die Vielfalt der Literaturen und das Neben- und Miteinander von Völkern und Kulturen in Mitteleuropa ab. Der Verlag ist dabei auch zu einem Zuhause für Exilautoren wie Georg Kreisler, Fritz Beer, Jiří Langer oder Erika Mann geworden. Der Roman „Fearon“ von James Hanley war auf der Hotlist 2014, der Roman „Von Liebe und Hunger“ von Julian Maclaren-Ross war Kandidat der Hotlist 2015.

Österreichischer Buchpreis

Der Debütpreis des Österreichischen Buchpreises 2016 geht an:

Friederike Gösweiner: Traurige Freiheit
Literaturverlag Droschl, 2016

„Friederike Gösweiners erster Roman ist ein kleines Wunder. Er ist ein sensibles, in seiner emotionalen und sozialen Genauigkeit überzeugendes und, vor allem, ein ans Herz greifendes Porträt einer jungen Frau, die nach dem Studium einen Platz in unserer Ellenbogengesellschaft zu finden versucht. Hannah folgt ihren Wünschen, ihren Fähigkeiten und ihrem Gefühl – aber niemand braucht sie, nicht einmal ihr Freund, der sich für seine eigene Karriere entscheidet. Der Roman ist so auch das Porträt einer neuen ‚verlorenen Generation‘ zwischen Praktikum und Prekariat, zwischen Freiheitstraum, Hoffnung auf Leben, Einsamkeit und der Empfindung der Nutzlosigkeit. Das Buch wird mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnet, weil es eine überzeugende Antwort auf ein drängendes gesellschaftliches Problem gibt. Das Buch berührt, weil es so unerbittlich, so wahr und literarisch so souverän ist.“ (Jurybegründung)

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Lesung Kalin Terzijski

Kalin Terzijski: Wahnsinn

Auftakt zur neuen Reihe „Literatur International“ in der Münchner Stadtbibliothek

Dienstag, 06.12.2016, 19.00 Uhr
Kalin Terzijski liest „Wahnsinn“
Münchner Stadtbibliothek Sendling
Albert-Roßhaupter-Str. 8
81369 München
Eintritt frei

Übersetzung aus dem Bulgarischen und deutsche Lesung: Viktoria Dimitrova Popova
Moderation: Silvia Bauer

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