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Die Hotlist 2016

Debora Vogel: Die Geometrie des VerzichtsSchulz/Urbitsch: Spiel auf ZeitHernan Ronsino: LumbreOguz Atay: Die HaltlosenGoran Vojnovic: Vaters LandJames Leslie Mitchell: Szenen aus SchottlandRabih Alameddine: Eine überflüssige FrauIngvild H. Rishoi: WinternovellenRodrigo Rey Rosa: Die GehörlosenYves Rechsteiner: Und dann fängt die Vergangenheit an

Die Liste der 10 gibt es hier […] zum Download.

Auf die Liste der 10 kamen die 3 Bücher mit den meisten Stimmen bei der Internetwahl (hier das ganze Ergebnis), 7 weitere Titel bestimmte die Jury, die anschließend nun auch noch den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis an einen Verlag der Hotlist vergibt. Ein weiterer Preis ist der Melusine-Huss-Preis, dotiert mit einem Druckgutschein der Druckerei Theiss im Wert von 4000 Euro. Am 21. Oktober werden die Preisträger verkündet. Jeder ist zum Feiern im Literaturhaus Frankfurt eingeladen.

Der Melusine-Huss-Preis, benannt nach der legendären Frankfurter Buchhändlerin Melusine Huss, wird alljährlich durch Abstimmung unter Buchhändlerinnen und Buchhändlern an einen der 10 Verlage auf der Hotlist vergeben. Buchhandlungen können ihre Stimme über melusine@buero-indiebook.de abgeben.

Deutscher Buchpreis 2016

Ein langes Jahr von Eva Schmidt  (Jung und Jung Verlag) steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016.
Eva Schmidt: Ein langes JahrKommentar der Jury: 19 Jahre hat die mehrfach ausgezeichnete, in Bregenz lebende Schriftstellerin kein Buch veröffentlicht. Und nun legt sie diesen schmalen Roman vor. In 38 Episoden erzählt sie aus wechselnden Perspektiven von Bewohnern ihrer Stadt. Es sind Kinder, Alte, alleinstehende Frauen, ein Obdachloser. Beziehungen zwischen diesen Figuren bahnen sich an und kommen nur zart oder dann doch nicht zustande, Pläne werden nicht ausgeführt oder scheitern, alles geschieht hier leise und immer wieder glitzert der Bodensee dazwischen. Die Sprache ist zurückhaltend, kein Wort ist zu viel. Der melancholische Text erfordert Aufmerksamkeit, wofür man als Leser jedoch reich belohnt wird.

druckfrisch mit Denis Scheck

Am 25. 09.2016 bei druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck. Anschauen!

Joost Zwagerman: Duell
Mehr zum Buch hier […]

Die indiebook Kolumne im September von Frank Böttcher

Buchkultur und das Urheberrecht

Am 1. Dezember 2015 jährte sich die Gründung des unabhängigen, benachbarten, von mir überaus geschätzten Ch. Links Verlags zum sechsundzwanzigsten Mal. Auf der letzten Leipziger Buchmesse wurde ihm für sein eigensinniges und dabei sogar erfolgreiches zeitgeschichtliches Programm endlich der mehr als verdiente Kurt-Wolff-Preis verliehen – für mich ein gleichermaßen tröstliches und anspornendes Signal, dass nicht immer nur Bücher mit edelsten Papieren, aufwendigsten Bindungen und schwer lesbaren Typographien preiswürdig sind, sondern auch Sachbücher, die zwar nicht so tun, als würden sie das Medium neu erfinden, dafür aber mit inhaltlicher Relevanz punkten.

Zufällig datiert die Gewerbeanmeldung des Lukas Verlags auf den Tag genau sechs Jahre später, also auf den 1. Dezember 1995.

Schon deshalb habe ich mich im beruflichen Sinn immer auch ein wenig als jüngerer Bruder von Christoph Links verstanden. Als seine Bände noch durchweg mit zitronengelben Umschlägen auftraten, habe ich einmal sogar einen davon quasi kopiert – er möge mir das verzeihen! Heute sind unsere Bücher so unverwechselbar wie die von ihm verantworteten. Ich habe aufgehört, sie akribisch zu zählen, aber es sind jetzt um die vierhundertfünfzig Titel, auf deren Rücken das schlichte LV-Signet in der Schrift Bauer Bodoni Bold Condensed steht. Einige baumonographische oder kunsthistorische Studien weisen nur 32 Seiten auf, aber wir können auch anders: Das im letzten August erschienene fünfbändige Opus magnum »Die Gärten und Parke in Brandenburg« von Folkwart Wendland ist 2666 Seiten stark und enthält über 3000 Abbildungen. Einstmals hatte ich geunkt und gekalauert, dieses Werk würde entweder mein Grabstein oder ihn zieren; zur allgemeinen Beruhigung darf ich nun vermelden, dass ersteres nicht eintreten wird, denn wir haben schon jetzt über dreihundert Exemplare verkauft. Mehr noch als bei vielen anderen unserer Bücher bin ich mir sicher und einigermaßen stolz, hiermit ein noch in fünfzig Jahren gültiges Grundlagenwerk brandenburgischer Kulturgeschichte zur Geburt verholfen zu haben.

Just am 1. Dezember 2015, als ich mit meinen beiden Mitarbeitern auf zwanzig Jahre Lukas Verlag anstoßen wollte, lag ein Schreiben der VG Bild-Kunst im Briefkasten, in dem sie … [weiter geht es hier]

Übersetzerbarke 2016

Seit 2004 lobt der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) alljährlich den Preis der Übersetzerbarke aus, um damit Literaturkritiker, Verleger oder sonstige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszuzeichnen, die sich in herausragender Weise des Übersetzens und der Leistung der Übersetzer angenommen haben.

sebastian_guggolzMit Sebastian Guggolz wird ein Verleger ausgezeichnet, der weiß, dass die Weltliteratur nur dank der Übersetzer zu entdecken ist. Mit seinem noch jungen Verlag, spezialisiert auf nord- und osteuropäische Literatur des 20. Jahrhunderts, hat er diesen Beitrag von Anfang an wertgeschätzt: durch eingehende, anschauliche Charakterisierung der jeweiligen Übersetzungen in seiner Programmvorschau, durch Nennung der Übersetzernamen auf dem Buchcover und, nicht zuletzt, durch tatsächlich angemessene Übersetzerhonorare. Dieses vorbildhafte Engagement, zumal eines kleinen Verlages, ist nur zu loben, urteilte die Jury aus drei Literaturübersetzern (Christiane Buchner, Frank Heibert, Tobias Scheffel).

Der Preis wird am 19. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Tatort Gesellschaft

In einem sehr kenntnisreichen Artikel geht die Verlegerin der ariadne-Krimis im Argument Verlag, Else Laudan, der Frage nach, wie sich das Genre des
politisch-kritischen Krimis in den letzten Jahren zum modernen Gesellschaftsroman entwickelt hat – und was das für Verlage und Handel bedeutet.

Die Druckversion erschien im BUCHMARKT (6/2016, Krimi-Special), die Online-Version auf CULTURMAG […]

Hier bei uns gibt es den lesenswerten Artikel als pdf-Download […]

Nicht nur für Krimiliebhaber, sondern für alle literarisch Interessierten!

Neu im Magazin

Giraffentheater

Stripes in der Manege. Léo Grasset, Giraffentheater. „Warum haben Zebras Streifen und Giraffen so lange Hälse? Wie orientieren sich Mistkäfer [...]

Kurt Aebli

Einladung, Kurt Aebli zu lesen. „Eine gewisse Virtuosität im Begründen seiner Haltung scheint zu belegen, wozu der Müßiggänger in [...]

Barbara Köhler

Barbara Köhler: Istanbul, zusehends. Über schöne Erfolge kann sich der Lilienfeld Verlag freuen: Das von Norbert Wehr und Ulrike Janssen [...]

Die Kataloge der Kurt Wolff Stiftung und von SWIPS  gibt es hier zum Download.

Kurt Wolff Stiftung: Es geht um das Buch

SWIPS: Verlage und Bücher

indiebook stationär

Im März 2016 hat der Salis Verlag ein Ladenlokal im Hunzikerareal bezogen, einem visionären Genossenschaftsprojekt am nördlichen Rand Zürichs. Die neuen Räumlichkeiten dienen nicht nur als Verlagssitz, sondern auch als Showroom für unabhängige Verlage und als kleine Buchhandlung. So werden in der Genossenschaftsstrasse 13 in 8050 Zürich Bücher inhaltlich interessanter Independent-Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zum Verkauf angeboten. Im Turnus von drei Monaten wird das Sortiment der Buchhandlung ausgewechselt.

Die neuen Räume sind auch ein Ort für literarische Events. Mit zahlreichen Veranstaltungen werden die Türen für alle Interessierten geöffnet. Hierbei werden nicht nur Lesungen der Salis-Autoren stattfinden, sondern auch der ausstellenden Verlage.

Zur Nachahmung empfohlen!

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Wegweiser

Die Verlage

Auf den einzelnen Verlagsseiten werden zum Frühjahr und Herbst  jeweils zwei Novitäten ausführlich vorgestellt. Dazu gibt es die Top 10, die Verlagsdaten, den Link zur jeweiligen Website und die Vorschauen zum Download. Neugierig?

Die Buchhandlungen

Hier finden Sie, alphabetisch nach Ort sortiert, die wichtigsten unabhängigen Buchhandlungen, die sich für Bücher aus Independent-Verlagen engagieren. Soweit die Buchhandlung über eine eigene Webpräsenz verfügt wird dorthin verlinkt.

Das Magazin

Wir berichten rund um das Thema unabhängige Verlags- und Bücherwelt. Und manchmal auch darüber hinaus. Zusätzliche Anregungen inklusive!

Wie kommt denn überhaupt ein Verlag oder eine Buchhandlung auf indiebook.de?

Mehr dazu hier […]